Dokumentarfilm „Das Ungesagte“ – 11 Zeitzeugen berichten

Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte.

Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten – und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen. Die Aussagen sind schmerzhaft ehrlich, teils verstörend, aber auch berührend, dabei gleichermaßen geprägt von moralischem Zwiespalt, verdrängten Schuldgefühlen, Trauma und Trauer.

Zudem erzählen auch jüdische Überlebende, und erhellen die bis heute verbliebenen blinden Flecken in der Perspektive der damaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Verbindung beider Perspektiven eröffnet unerwartete, erschütternde Erkenntnisse.

Und das Besondere: unter den Zeitzeugen, die zu Wort kommen, ist auch Albert Emmerling. Der gebürtige Pfälzer, der ein Jahrzehnt lang die Ländliche Heimvolkshochschule in Neckarelz leitete, hat im Dezember 2015 seinen 100. Geburtstag in Mosbach-Neckarelz gefeiert.

Der Film wird zweimal in der Filmkunstreihe des Neckarelzer Kinos gezeigt: am Montag 2.3. (Uhrzeit steht noch nicht fest) und Dienstag 3.3. um 19 Uhr. Anschließend steht der Produzent Lothar Herzog zum Gespräch zur Verfügung – entweder persönlich oder digital zugeschaltet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der KZ-Gedenkstätte Neckarelz, dem Bildungszentrum Mosbach, HERZ statt HETZE NOK und Bündnis 90/Die Grünen Neckar-Odenwald.

Jamel – Lauter Widerstand

Film und anschließende Diskussion mit der Veranstalterin von Forstrock Birgit Lohmeyer

Präsentiert von Herz statt Hetze NOK

mit freundlicher Unterstützung durch: Hotel „Zum Riesen“ Walldürn
Freier Eintritt – Reservierungen möglich!
Film und anschließende Diskussion mit Birgit Lohmeyer

Eine MDR Doku über rechtsextreme Übermacht in einem kleinen Dorf und wie ein Musikfestival hilft, für Demokratie zu kämpfen. „Ich kann mir nicht vorstellen hier zu leben. Ich wäre schon lange abgehauen“, stellt Fanta-4-Rapper Smudo bei der Einfahrt in das kleine Dorf Jamel fest. „Wenn man hier so isoliert ist, umgeben von völkischen Gedankengutträgern und sich alleine fühlt, dann ist es schon gut, wenn alle hierherkommen und sagen: Du bist nicht alleine, wir alle machen das zusammen.“

Das 38-Seelen-Dorf im Norden von Mecklenburg-Vorpommern gilt als rechtsextreme Hochburg. Hier zogen in der Vergangenheit gezielt Neonazis zu. Mit rechten Parolen und Symbolen beanspruchen sie ganz offen die Deutungshoheit im Dorf. Mittendrin: das Künstler-Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer. Auf der Suche nach ländlicher Idylle sind die Lohmeyers 2004, die Situation dort unterschätzend, in den Ort gezogen, wo sie auf rechtsextreme Denkart und Ablehnung bis hin zur Bedrohung treffen.

Nachdem die Scheune der Lohmeyers von Unbekannten angezündet wird, erhalten sie und Ihr Festival „Jamel rockt den Förster“ Unterstützung von der Speerspitze der deutschen Musikszene. Auf die Toten Hosen folgen in den nächsten Jahren Bands und KünstlerInnen wie Beatsteaks, Kraftklub, Samy Deluxe, Die Ärzte, Antilopen Gang, Casper, Marteria, Juli, Sportfreunde Stiller, Olli Schulz, Herbert Grönemeyer, die Fantastischen Vier und viele mehr.

Mittwoch, 14.01.2026

19:30 Uhr

Löwenlichtspiele Walldürn (Hauptstr. 9, 74731 Walldürn)

Die Sprache der Rechten

Newspeak in Zeiten der KIs

Der Soziologe Andreas Kemper greift in seinem Vortrag mit anschließender Diskussion Victor Klemperers Beobachtung auf, dass faschistische Sprache mit wenigen, ständig wiederholten Begriffen arbeitet, und fragt, wie sich rechte Sprache heute darstellt. Gezeigt wird, wie unterschiedliche rechte Strömungen über gemeinsame Begriffe Koalitionen bilden. Vierzig Jahre nach 1984 müssen Neusprech und Doppeldenk neu gedacht werden, vor dem Hintergrund sozialer Medien, algorithmischer Steuerung und KI.

Montag, 12.01.2026

19:00 Uhr

ver.di-Bildungszentrum (Am Wasserturm 1 – 3, Kinosaal, 74821 Mosbach)

Eintritt gegen Spende

2 Jahre Krieg in Gaza

Gibt es da noch Zukunft?

Vortrag und Diskussion mit Johannes Zang

Die Initiative Herz statt Hetze Neckar-Odenwald-Kreis hat in Kooperation mit dem Mehrgenerationentreff in Osterburken zu dem Vortrag „2 Jahre Krieg – Gibt es da noch Zukunft?“ mit dem Journalist, Musiker und Reiseleiter aus dem Nahen Osten Johannes Zang eingeladen.

Dabei beschäftigte er sich mit der Frage: „Gibt es nach Jahrzehnten von Gewalt, Leid und Stillstand im Nahen Osten überhaupt noch Hoffnung auf Frieden?“

Johannes Zang, der auf über 30 Besuche und Recherchereisen nach Gaza zurückblickt, gilt als ausgewiesener Kenner der Region. Seine Berichte und Bücher beleuchten nicht nur die politischen Entwicklungen, sondern auch das kirchliche und religiöse Leben in Israel und Palästina. Dabei vermittelt er Hintergrundinformationen, die in den großen Medien oft zu kurz kommen.

Mit großem Wissen und persönlicher Eindringlichkeit führte der Journalist das Publikum durch die wechselvolle Geschichte des Konflikts. Er erinnerte an die Zeit um 1878 1880, als 95 Prozent der Bevölkerung des Landes palästinensisch waren, und erklärte, wie Einwanderungswellen, zunächst russischer, später europäischer Jüdinnen und Juden, zu wachsenden Spannungen führten. Die Teilungspläne der UN-Kommission von 1947, Vertreibungen und bürgerkriegsähnliche Zustände markierten entscheidende Wendepunkte.

Auch die Entstehung der Hamas, das Verhältnis zur israelischen Regierung und die Lage der Zivilbevölkerung standen im Fokus. Besonders eindrucksvoll waren Zangs persönliche Erlebnisse, etwa seine Zeit im israelischen Kibbuz Be‘eri im Jahr 1986, demselben Ort, der am 7. Oktober 2023 durch das verheerende Massaker traurige Berühmtheit erlangte und der über 100 Opfer zu beklagen hatte.

Emotional wurde es, als Johannes Zang von Begegnungen mit Menschen aus Gaza, Bethlehem und Jerusalem berichtete. Der Alltag ist vom Konflikt geprägt ist und viele suchen dennoch nach Frieden. Hoffnung schöpft er aus Begegnungen mit Initiativen wie dem Parents‘ Circle, einer Organisation israelischer und palästinensischer Eltern, die ihre Kinder, Geschwister, Eltern oder andere Angehörige im Konflikt verloren haben und sich gemeinsam für Verständigung und Versöhnung einsetzen.

Auch andere nichtstaatliche Organisationen, die auf Kooperation statt Konfrontation setzen, nannte er als Beispiele für Wege in eine lebenswerte Zukunft.

Sein Vortrag endete mit einer lebhaften Fragerunde, in der deutlich wurde, wie groß das Interesse und der Wunsch nach Verständnis unter den Zuhörerinnen und Zuhörern sind. Die Initiative Herz statt Hetze Neckar-Odenwald-Kreis übernahm die Kosten der Veranstaltung, sodass alle an diesem Abend gesammelten Spenden einer Hilfsinitiative zugunsten der Bewohner Gazas zugutekommen.

Ein Abend, der zum Nachdenken anregte und der trotz der Schwere des Themas eine Botschaft vermittelte: Frieden ist nur möglich, wenn Menschen den Mut haben, sich aufeinander zuzubewegen.

Nehmt Sie beim Wort!

Parallelen zwischen Trumps MAGA-Bewegung und der AfD

Vortrag und Diskussion mit Katharina Nocun

Die Initiative HERZ statt HETZE Neckar-Odenwald-Kreis lud zu einem Vortragsabend mit der Publizistin Katharina Nocun ein. Unter dem Titel „Nehmt sie beim Wort! Parallelen zwischen Trumps MAGA-Bewegung und der AfD“ analysierte Nocun die Strategien autoritärer Bewegungen und rief zu gesellschaftlicher Wachsamkeit auf.

Alexander Weinlein, Sprecher der Initiative, begrüßte die Gäste und erinnerte an die gemeinsame Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger: „Nicht allein Staat, Politik oder Kirche müssen rechtsextremem und rechtspopulistischem Gedankengut entgegentreten. Es liegt an uns allen.“ Er verwies auf die frühere Zusammenarbeit mit Katharina Nocun im Rahmen des Online-Vortrags „Wahrheit ist keine Meinung“ während der Corona-Pandemie.

Katharina Nocun widmete sich in ihrem Vortrag den Mechanismen autoritärer Rhetorik und der gezielten Verbreitung von Desinformation. Sie erläuterte das Prinzip „Flood the zone with shit“, das auf Steve Bannon zurückgeht. Dies ist eine Strategie, bei der die Öffentlichkeit mit Falschinformationen überflutet wird, sodass Faktenchecks kaum hinterherkommen und Lügen sich dennoch festsetzen.

Katharina Nocun zeigte strukturelle Parallelen zwischen Trumps „Make America Great Again“-Bewegung und der AfD auf. Die Diskreditierung seriöser Medien, die Inszenierung permanenter Krisen, die Emotionalisierung politischer Debatten und die Konstruktion von Feindbildern.

Besonders deutlich wurden diese Muster während der Corona-Pandemie. Während nur etwa 4 % der Gesamtbevölkerung glaubten, das Virus sei absichtlich verbreitet worden, lag dieser Wert unter den Protestbereiten bei fast 54 %. Auch die Zustimmung, dass Schutzmaßnahmen mit der Zeit des Nationalsozialismus vergleichbar war lag bei den Demonstrierenden zwölf Mal höher als dem Rest der Bevölkerung.

Dabei warnte sie vor dem Irrglauben, autoritäre Akteure würden „an der Macht entzaubert“. „Der Blick in die USA zeigt, wie gefährlich diese Annahme ist.“ Vielmehr sei es Aufgabe der Zivilgesellschaft, demokratische Werte aktiv zu verteidigen.

Sie berichtete auch von persönlichen Erfahrungen mit Hassnachrichten und Bedrohungen, die sich nicht auf ihre Inhalte, sondern auf ihre Herkunft bezogen. In diesem Zusammenhang sprach sie sich klar für eine Debatte über ein AfD-Verbot aus und verwies auf die Verbindungen der Partei zum Compact-Magazin und zur Identitären Bewegung.

Die Publizistin betonte, dass sowohl Trump als auch die AfD gezielt mit einem Dauerkrisenmodus arbeiten, um Ängste zu schüren und rationale Argumente zu verdrängen. Weitere Strategien seien Einschüchterung, Verächtlichmachung und die Konstruktion von Feindbildern. Als Beispiel nannte sie den AfD-Politiker Stephan Brandner, der trotz hoher Ordnungsgelder weiterhin eine Journalistin öffentlich als „Faschistin“ diffamiert.

Zum Abschluss stellte Katharina Nocun die Frage, was gegen diese Entwicklungen getan werden könne. Ihrer Meinung sei nun die Zeit aktiv zu werden. Die Mehrheit lehne autoritäre Politik ab, doch brauche es Solidarität mit jenen, die zu Unrecht diskreditiert, bedroht oder angegriffen werden. Die „Mitte“ der Gesellschaft sei entscheidend für eine Gegenbewegung. Auch Medien hätten eine Verantwortung, gerade dann zu berichten, wenn sie unter Druck geraten. Katharina Nocun schloss sich den Worten von Alexander Weinlein an, dass alle gefragt seien, wenn die Demokratie angegriffen wird oder Menschen beleidigt, bedroht oder verletzt werden. Gerade in der Zeit des Gedenkens an die Reichspogromnacht sei es wichtig, sich daran zu erinnern und Haltung zu zeigen.

Kinomobil – In Liebe, eure Hilde

Kinomobil - In Liebe, eure Hilde

Do, 06.11.2025

20:00 Uhr – 22:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Burghardt-Gymnasium Buchen

St.-Rochus-Straße 5

74722 Buchen

Berlin, Anfang 1942: Der Zweite Weltkrieg ist in vollem Gange. Die 22-jährige Arzthelferin Hilde Coppi hat sich einer Widerstandsgruppe angeschlossen, die man später die „Rote Kapelle“ nennen wird. Zu dieser Zeit lernt sie ihren künftigen Ehemann Hans kennen und lieben. Zwischen den Aktionen der Gruppe und ständiger Gefahr der Verhaftung verleben die beiden einen zauberhaften Sommer miteinander. Schließlich werden sie verhaftet, Hilde kommt schwanger ins Gefängnis und bringt schließlich in Haft ihr Kind zur Welt. Kurz darauf wird sie zum Tode verurteilt. In den letzten Monaten hilft ihr die Mutterschaft, nicht an ihrem Schicksal zu zerbrechen.

Das Kinomobil Baden-Württemberg zeigt im Rahmen des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938 mit „In Liebe, eure Hilde“ aus dem Jahr 2024 ein Drama nach einer realen Begebenheit zu Zeiten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Vorab läuft der Film „Hitlerjunge Salomon“.

Die beiden Kinovorführungen sind Teil der Veranstaltungsreihe „buchen gedenkt den Novemberpogromen 1938″. Am Sonntag, den 9. November 2025, um 16 Uhr bietet sich für alle Interessierte die Möglichkeit, an einer Stadtführung zum Thema „Buchen im Nationalsozialismus“ teilzunehmen. Die Führung endet an der „Gedenkstätte für alle Opfer des Nationalsozialismus“ am Jakob-Mayer-Platz, wo im Anschluss um 18 Uhr die politische Gedenkveranstaltung stattfinden wird.

Die Veranstaltung ist eine gemeinschaftliche Kooperation von

Logo Bücherei des Judentums
Logo Stadt Buchen
Logo HERZ statt HETZE NOK
Logo Burghardt-Gymnasium Buchen
Logo Kinomobil BW

Veranstalter:in: Stiftung Bücherei des Judentums, Stadt Buchen, HERZ statt HETZE NOK und Burghardt-Gymnasium Buchen sowie dem Kinomobil BW

Kinomobil – Hitlerjunge Salomon

Kinomobil - Hitlerjunge Salomon

Do, 06.11.2025

17:00 Uhr – 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Burghardt-Gymnasium Buchen

St.-Rochus-Straße 5

74722 Buchen

Sally Perel wächst als Sohn eines jüdischen Schuhverkäufers in Peine zunächst behütet auf. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird Sally von seiner Familie getrennt. Mehrfach gelingt es ihm, sich der Verfolgung zu entziehen und landet schließlich auf einer nationalsozialistischen Schule. 
Basierend auf den Memoiren von Salomon „Sally“ Perel erzählt dieser international preisgekrönte Film die unglaubliche Geschichte eines jüdischen Jungen, der während des Zweiten Weltkriegs durch eine Mischung aus Zufall, Mut und Verstellung überlebt.

Das Kinomobil Baden-Württemberg zeigt im Rahmen des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938 mit „Hitlerjunge Salomon“ einen bedeutenden Jugendfilm aus den 1990er Jahren.
Im Anschluss folgt der Film „In Liebe, eure Hilde“.

Die beiden Kinovorführungen sind Teil der Veranstaltungsreihe „buchen gedenkt den Novemberpogromen 1938″. Am Sonntag, den 9. November 2025, um 16 Uhr bietet sich für alle Interessierte die Möglichkeit, an einer Stadtführung zum Thema „Buchen im Nationalsozialismus“ teilzunehmen. Die Führung endet an der „Gedenkstätte für alle Opfer des Nationalsozialismus“ am Jakob-Mayer-Platz, wo im Anschluss um 18 Uhr die politische Gedenkveranstaltung stattfinden wird.

Die Veranstaltung ist eine gemeinschaftliche Kooperation von

Logo Bücherei des Judentums
Logo Stadt Buchen
Logo HERZ statt HETZE NOK
Logo Burghardt-Gymnasium Buchen
Logo Kinomobil BW

Veranstalter:in: Stiftung Bücherei des Judentums, Stadt Buchen, HERZ statt HETZE NOK und Burghardt-Gymnasium Buchen sowie Kinomobil BW

Nehmt sie beim Wort!

Parallelen zwischen Trumps MAGA-Bewegung und der AfD

Katharina Nocun ist Publizistin. Sie hat in Münster und Hamburg Politik- und Wirtschaftswissenschaften studiert. In ihrer Arbeit setzt sie sich vor allem mit dem Spannungsfeld Digitalisierung und Demokratie auseinander. Ihr Podcast Denkangebot war 2020 für den Grimme Online Award nominiert. Ihr erstes Buch „Die Daten, die ich rief“ (2018) behandelt das Thema Digitalisierung und Demokratie. 2020 folgte der Bestseller „Fake Facts – Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ (gemeinsam mit Pia Lamberty). 2021 erschien das zweite gemeinsame Buch „True Facts – was gegen Verschwörungserzählungen wirklich hilft“ und 2022 folgte „Gefährlicher Glaube – Die radikale Gedankenwelt der Esoterik“. Für ihre publizistische Tätigkeit wurde Nocun 2017 mit dem Marburger Leuchtfeuer und 2023 mit dem Madsack Award ausgezeichnet.

Kaum ein Tag vergeht ohne Schreckensmeldungen aus den USA, die uns drastisch vor Augen führen, wie schnell eine einst stabile Demokratie ins Wanken geraten kann. Trump und seine Gefolgsleute machen keinen Hehl aus ihrer Verachtung für zentrale Institutionen des Staates. Bereits im Wahlkampf verbreitete Trump die Lüge von der angeblich „gestohlenen“ Wahl und äußerte immer wieder drastische Verschwörungserzählungen. Seit er wieder im Amt ist, lässt er seinem Unmut über Richterinnen, die nicht in seinem Sinne entscheiden, freien Lauf. Die vielgerühmten „Checks and Balances“ des politischen Systems werden inmitten dieses permanenten Wahlkampfmodus als Teil einer bösartigen Verschwörung dargestellt.
Der Blick über den großen Teich verdeutlicht, wie fatal die Annahme sein kann, autoritäre Akteure würden „sich an der Macht entzaubern“. Was können wir aus diesem Beispiel für den Umgang mit autoritären Kräften hierzulande lernen?

Samstag, 08.11.2025

Atrium des Burghardt-Gymnasiums Buchen

Rochusstraße 5

74722 Buchen

Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden

Demokratie heute – der Anfang vom Ende?

© Friedrich-Ebert-Stiftung / Foto: Martin Hahn

Langer Abend der Demokratie mit Franz Müntefering

Unter dem Titel „Demokratie heute – der Anfang vom Ende?“ lud HERZ statt HETZE Neckar-Odenwald-Kreis zu einem eindrucksvollen Themenabend mit dem ehemaligen Vizekanzler Franz Müntefering ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir unsere demokratischen Werte in Zeiten von Populismus, Desinformation und wachsender gesellschaftlicher Spaltung bewahren und stärken können.

Müntefering erinnerte daran, dass Demokratie nicht nur ein politisches System, sondern eine tägliche Aufgabe ist. Wer sich zurückzieht, überlässt das Feld jenen, die mit Angst und Ausgrenzung arbeiten. Seine Worte trafen den Nerv der Zeit und das HERZ unseres Engagements.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Politik, Bildung und Zivilgesellschaft wurde deutlich: Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Widerspruch, vom offenen Dialog. Es braucht Räume, in denen Menschen sich begegnen, zuhören und gemeinsam Lösungen entwickeln. Genau solche Räume schafft HERZ statt HETZE.

Die Veranstaltung war ein starkes Zeichen für demokratische Kultur im ländlichen Raum. Sie zeigte, wie wichtig es ist, auch außerhalb der großen Städte klare Haltung zu zeigen: gegen HETZE, gegen Gleichgültigkeit und für ein Miteinander, das auf Respekt und Verantwortung gründet.

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung

Bericht Fränkische Nachrichten