Willkommen bei HERZ statt HETZE NOK

Wir treten mit HERZ statt HETZE im Neckar-Odenwald-Kreis für eine offene Gesellschaft ein. Für Menschen, für Toleranz, für Freiheit und Demokratie.

Wir stellen uns gegen Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung.

Wir planen Projekte und Veranstaltungen. Wir organiseren Proteste und stärken durch Aufklärung.

"Alles was das Böse benötigt, 
um zu triumphieren, 
ist das Schweigen der Mehrheit"
Kofi Annan

Gesicht zeigen im Kerzenschein

Wir von HERZ statt HETZE Neckar-Odenwald-Kreis möchten Sie und Euch, einladen, um an dem geplanten Kerzenschein-Gedenk-Umzug mit Abschlusskundgebung in Buchen am 9.11.2019, ab 18 Uhr teilzunehmen.

Wir treffen uns am Musterplatz, um dann mit einem stillen Gedenkumzug mit Kerzenschein durch die Stadt zu gehen. Beim Alten Rathaus angekommen findet eine Abschluss Kundgebung mit kurzen Reden statt.

Nachdem die rechte Gewalt immer mehr um sich greift, Nazisymbole wieder vermehrt auf Gebäude geschmiert werden, sehen wir diese geplante Veranstaltung als ein Zeichen der Buchener Zivilgesellschaft sich für eine offene und bunte Gesellschaft einzusetzen und ganz klar Stellung zu beziehen gegen geistige Brandstifter, gegen rechte Gewalt und gegen die Spaltung der Gesellschaft.

Dieser Umzug ist für die Demokratie in der wir leben, für die Solidarität mit der wir uns helfen, für die Toleranz mit der wir Menschen begegnen und für den Zusammenhalt unserer Werte und unserer Bürger.

Als Mahnung und Gedenken, als Erinnerung und Warnung, für Heute, Gestern und Morgen.

Dies ist eine Veranstaltung der Bürger, die sich als Teile der Zivilgesellschaft verstehen um Gesicht zu zeigen für die bunte Gesellschaft in der wir leben und weiterhin leben möchten. Deswegen rufen wir ebenso alle Vereine, Kirchen, Schulen, Kulturen, Bürger und Menschen auf uns hierbei zu unterstützen.

Sa., 09.11.2019

18:00 Uhr

Musterplatz, Buchen

(Am Haag, 74722 Buchen)

Kleine Germanen

Mi., 30.10.2019

19:00 Uhr

Löwenlichtspiele Walldürn

(Hauptstraße 9, 74731 Walldürn)

KLEINE GERMANEN macht in einer ungewöhnlichen Verbindung aus Dokumentar- und Animationsfilm auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Der Dokumentarfilm blickt aber auch über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist – und konfrontiert den Betrachter mit Protagonisten, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen. Die Animationsgeschichte zieht sich als „roter Faden“ durch den Film und erzählt das tragische Leben der persönlich betroffenen Elsa nach: Als Kind hat sie mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit ausgestrecktem rechten Arm hat sie „Für Führer, Volk und Vaterland!“ gerufen und war ganz stolz darauf. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war und versucht zu verstehen, was diese Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat.  

Auf eindrucksvolle und klug reflektierte Weise erzählt der Dokumentarfilm KLEINE GERMANEN von Frank Geiger und Mohammad Farokhmanesh von Kindern und Jugendlichen, die in einem rechten, neonazistischen Umfeld aufwachsen.

Als Kind denkt man nicht an Politik. Man denkt nicht an Vorurteile, an Ideologien, an Religion, an Abgrenzung. Als Kind ist man unschuldig. Doch man orientiert sich an dem, was die Erwachsenen sagen, denken, nach außen tragen. Und übernimmt ihre Muster – in einer Spirale, die sich immer weiter nach oben schraubt. Die Filmemacher Frank Geiger und Mohammad Farokhmanesh erzählen in ihrem Dokumentarfilm KLEINE GERMANEN die Geschichten von Kindern, die in einem rechten, neonazistischen Umfeld aufwachsen. Um all die verschiedenen Schicksale, die sie in der Recherche aufgegriffen haben, deutlich zu machen, wählen sie eine animierte Geschichte, die das Schicksal von Elsa verdeutlicht. Sie wächst unter der Obhut ihres Opas, eines ehemaligen SS-Soldaten, auf und wird von ihm mit „germanischem“ Gedankengut geimpft. Ihr ganzes Leben lang wird davon geprägt sein – bis sie spürt, dass ihre eigenen Kinder unter ihrer eigenen Haltung leiden müssen. Und sie den Ausstieg wählt. Geiger und Farokhmanesh stützen diesen sich aus vielen Geschichten speisenden Handlungsstrang mit Gesprächen mit rechten Aktivisten, die von den Filmemachern nie vorgeführt werden. In offenen Interviews erzählen sie von ihrer eigenen Kindheit und von ihrer jetzigen Position als Eltern, die ihren Kindern Werte vermitteln wollen. Die Filmemacher halten sich in ihrer Kommentierung zurück, lassen die Äußerungen stehen und nehmen den Zuschauer ernst in seinem eigenen Urteilsvermögen. Gleichzeitig wird durch die sehr kluge Montage, die erläuternden Expertenstandpunkte und die immer bedrückender werdende Geschichte Elsas auch die kritische Haltung von Geiger und Farokhmanes deutlich. Um das Spektrum der Ansichten zu komplettieren, kommen auch junge Menschen zu Wort, die den Ausstieg rechts geschafft haben und sich von der Ideologie ihrer Eltern lösen konnten, als sie als junge Erwachsene mit Andersdenkenden in Berührung gekommen sind. Der Film endet mit der Mahnung, dass sich Geschichte wiederholen kann. Nicht nur im großen gesellschaftlichen Rahmen. Sondern auch und gerade im Kern der Familie. Ein kluger, reflektierter und gerade in der heutigen Zeit immens wichtiger Film.

Zum Abend:

19:00 Uhr Impulsvortrag zu Kubitscheck und der Wiking Jugend

19:30 Uhr Filmvorführung

Gedenktag zum Attentat vom 20. Juni 1944

Zum Gedenken an den 20. Juli 1944 – und was dieser Tag für uns heute bedeutet!
Der 20. Juli 1944 steht Pate für Art. 20 Abs. 4 GG: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht auf Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Dieser Satz kam erst 1968/69 ins Grundgesetz, als es darum ging, für die Notstandsgesetze eine Art Kompromissformel zu finden, damit auch die SPD diesen Gesetzen zustimmt. Dieser Widerstandsartikel fordert dazu auf, es nicht so weit kommen zu lassen, dass es zu einem großen Widerstand kommt. Der Gedenktag des 20. Juli lehrt uns, bereits den  Anfängen von Menschenverachtung entgegenzutreten. Jeglicher Widerstand im Kleinen ist eine bewegende Kraft und kein „Gutmenschentum“. Sondern er ruft zur Zivilcourage auf, Missstände zu benennen und gegen Unrecht einzutreten.
Menschenverachtung ist nie legitim. Daher gilt, wie es die Menschen des 20. Juli gefordert haben: „Zur Sicherung des Rechts und des Anstandes gehört die anständige Behandlung aller Menschen“. Er führte zur Formulierung von Art. 1 GG: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – als Kernaussage unseres Rechtsstaates.
Der Widerstand, der hier zum Ausdruck kommt, kann nie von Grund- und Menschenrechten getrennt werden. Auch die Pressefreiheit ist eine Art Widerstand, das sonst nicht Gesagte öffentlich zu machen.
Die Geschwister Scholl schrieben auf ihre Flugblätter: „Zerreißt den Mantel, der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! … Wenn ihr wartet, bis der andere anfängt, wird keiner anfangen“. Argumente wie: „Alleine kann man ja doch nichts bewirken“ zeugen von Gleichgültigkeit, Trägheit, Resignation und Feigheit. Wer den Mut der Widerständler damals vor Augen hat, für den viele von ihnen ihr Leben ließen, muss diesen Mut als Mahnung und Verpflichtung begreifen in einer Gegenwart, in der Mut nur wenig kostet.
Nun feiern wir 70 Jahre Grundgesetz, feiern Freiheitsgrundsätze in unserem Land, sehen aber auch, dass diese Werte und Freiheiten in vielen Ländern – und auch im eigenen Land – mit Füßen getreten werden. Die Freiheitsrechte sind die Diamanten des Grundgesetzes, so Heribert Prantl. Es gilt sie zu schützen und zu pflegen – als die Wegweiser für alles, was unser Staat und diese Gesellschaft tun.
Der römische Dichter Ovid hat einmal gesagt: „Glücklich ist, wer das, was er liebt, auch wagt, mit Mut zu beschützen“.

Das war: HERZtöne

So toll, so bunt.

Einfach von Menschen für Menschen.

Das HERZ statt HETZE-Team bedankt sich bei allen Beteiligten für einen wundervollen und unvergesslichen Abend!

Danke an: Häfner Veranstaltungstechnik, Uwe Heck Videoproduktion, Jugendfond NOK, Roland Burger, Zxyxz, Soundpeople, BGB Vocal-Group, Kinderchor Großeichholzheim, BGB Chor, Happytones, Kirchen- und Jugendchor St. Oswald, ZGB Music, Erzbischöfliches Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn, HWS Combo, Maranatha, Lebenshilfe, Stefan Müller Ruppert, Achim Brötel, alle vor, hinter und auf der Bühne und ganz besonders an alle Spender und an alle, die diese Veranstaltung besucht haben.

Countdown für HERZtöne

Heute Abend: ab 17:00 Uhr Einlass!

Wir sind optimistisch und rechnen mit einer vollen Stadthalle.

Kommt rechtzeitig vorbei, um euch noch einen Platz zu sichern.

Für Unterhaltung und Verpflegung ist bestens gesorgt.

Countdown für HERZtöne

Morgen: HERZtöne!

Es wird gut!

Es wird so gut, dass wir noch einmal darum bitten frühzeitig in der Stadthalle zu sein, denn wenn alle Plätze besetzt sind, müssen wir leider den Einlass schließen.