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Willkommen bei HERZ statt HETZE NOK

Wir treten mit HERZ statt HETZE im Neckar-Odenwald-Kreis für eine offene Gesellschaft ein. Für Menschen, für Toleranz, für Freiheit und Demokratie.

Wir stellen uns gegen Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung.

Wir planen Projekte und Veranstaltungen. Wir organiseren Proteste und stärken durch Aufklärung.

"Alles was das Böse benötigt, 
um zu triumphieren, 
ist das Schweigen der Mehrheit"
Kofi Annan

grenzLOS – Impressionen und Berichte

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung („Grenzenlos“ viel Spaß gehabt)

Bericht Fränkische Nachrichten („Grenzenlos“-Festival in Buchen: Organisatoren ziehen positives Fazit)

Bericht Fränkische Nachrichten („Grenzenlos“ in Buchen: Ein Festival „so bunt wie das Leben“)

grenzenLOS

Alea iacta est – Die Entscheidung ist gefallen:

Das grenzenLOS-Team, welches sich aus der Stadt Buchen und HERZ statt HETZE zusammensetzt, hat auf Grund der aktuelle gelockerten Corona-Verordnungen beschlossen, dass das Festival grenzenLOS am 02. + 03.07.2022 stattfinden kann.

Wenn ihr das Fest mit einem Stand unterstützen wollt, meldet euch beim Stadtmarketing. Falls ihr auf der Bühne beteiligen wollt, meldet euch beim HERZ statt HETZE-Team.

Also: freut euch drauf.

Das war unsere Schulthemenwoche 2022

„Manche glauben, die rechte Gefahr sei bereits ähnlich wie damals vor der Machtergreifung der Nazis. Davon sind wir zwar weit entfernt, aber trotzdem sollten wir die Bedrohung sehr ernst nehmen, die von der Entschlossenheit der Rechten ausgeht. Ebenso wie die Gefahr, dass es ihnen gelingt, mit vielen Themen an die Mitte der Gesellschaft anzuknüpfen.“ – Katrin Himmler

Dieses Jahr hatten wir Katrin Himmler zu Gast zum Thema Rassismus ohne „Rassen“ („Ethnopluralismus“). Dabei hat sie auf die Gefahren von rechten Strukturen und Denkweisen aufmerksam gemacht. Die Großnichte Heinrich Himmlers zeigte dabei nicht nur Parallelen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu den heutigen Vorgehensweisen der „neuen Rechten“ auf, sondern zeigte auch anhand von lokalen Beispielen, dass diese teilweise auch im Neckar-Odenwald-Kreis zu beobachten sind und baute dabei ihre eigene Familiengeschichte ein.

Wir bedanken uns bei den mitwirkenden Schulen, den Lehrerinnen und Lehrern, den Rektorinnen und Rektoren, bei allen Schülerinnen und allen Schülern, aber vor allem bei Katrin Himmler für die Sensibilisierungen der Gefahren, die von rechtspopulistischen bis rechtsextremen Strömungen ausgehen.

Mit dabei waren:

Zentralgewerbeschule Buchen

Helene-Weber-Schule Buchen

Ganztagsgymnasium Osterburken

Realschule Osterburken

Burghardt-Gymnasium Buchen

Abt-Bessel-Realschule Buchen

Karl-Trunzer-Schule Buchen

Frankenlandschule Walldürn

Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn

Auerberg Werkrealschule Walldürn

Eckenberg Gymnasium Adelsheim

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung

Bericht Fränkische Nachrichten

Bericht Ganztagsgymnasium Osterburken

Bericht Burghardt-Gymnasium Buchen

Bericht Frankenlandschule Walldürn

Jahresplan 2022

HERZ statt HETZE plant für den 02. und 03. Juli am Open-Air-Benefiz-Festival grenzenLOS weiter.

Am 07. Juli hat HERZ statt HETZE zusammen mit der Otto-Wels-AG die Diplom-Pschologin Karoline Roshdi zu einem Vortrag zu „Gefahren und Gewalt durch Reichsbürger“ eingeladen.

Am Tag der Demokratie, dem 15. September wird in der Stadthalle in Buchen um 19:00 Uhr ein Festakt mit Rednern, wie z. B. dem Europaabgeordneten René Repasi, den Breakdancern aus Buchen, sowie mit Videoclips und Musikbeiträgen stattfinden.

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung

Bericht Fränkische Nachrichten

Erinnern – Gedenken

Peter Prange kommt nach Walldürn

Die Initiave HERZ statt HETZE Neckar-Odenwald-Kreis hat in enger Zusammenarbeit mit dem BücherLaden Walldürn und der Stadtbibliothek in Walldürn für den Abend des 22. Oktober 2021 um 19.30 Uhr den international bekannten Schriftsteller und Publizisten Peter Prange eingeladen.

Peter Prange wird aus seinem neuesten Roman „Der Traumpalast – Im Bann der Bilder“ vortragen. Thematik des Buches ist die UFA-Traumfabrik der 20erJahre des vergangenen Jahrhunderts und erzählt wird die Geschichte von Tino & Rahel und ihrem Freund Erich Pommer. Erich Pommer war eine zeitgeschichtliche Person und jüdischer Abstammung, wurde in Hildesheim geboren und hat als Filmproduzent maßgeblich die Geschicke der UFA beeinflusst.

Er gilt als Entdecker von Marlene Dietrich und hat namhafte Filme wie „Das Cabinet des Dr. Caligari“, „Metropolis“, „Der letzte Mann“ und „Der blaue Engel“ produziert. Bis 1933 lebte Pommer in Berlin Steglitz und ist dann auf Druck der Nazis in die USA emigriert.

Anlass und Gedanke für den Leseabend ist zu erinnern an den 22.10.1940, jetzt vor 81 Jahren, als die letzten jüdischen Mitbewohner aus dem Altkreis Buchen und aus Baden vertrieben und nach Gurs deportiert wurden. Mit dem Abend wollen wir ein Zeichen setzen gegen das Vergessen, gegen das Wiederaufkeimen von Rassismus und Ausgrenzung und gegen Intoleranz.

Peter Prange, geboren 1955 in Altena im Sauerland, promovierte mit einer Arbeit zur Philosophie und Sittengeschichte der Aufklärung. Nach Zwischenstationen in der Wirtschaft erfolgte 1989 der Durchbruch als Schriftsteller mit der deutsch-deutsch Familiengeschichte „Das Bernstein-Amulett“. Er lebt mit seiner Familie in Tübingen.

In seinen zahlreichen Werken, die neben Romanen auch Sach- und Drehbücher ausmachen und in viele Sprachen übersetzt wurden, stellt der Autor mit seinen Romanfiguren immer wieder Fragen nach Schuld und Verantwortung. So beleuchtet er in der Trilogie „Unsere besten Jahre: Ein Deutsches Märchen“ kritische Gesellschaftsthemen, deren Auswirkungen wir uns auch heute zu stellen haben. Das Buchthema spielt in der Heimat von Peter Prange und wurde für die ARD verfilmt.

Peter Prange hat ein feines Gespür für geschichtliche Hintergründe und deren Wirkweise entwickelt. Schon in früher Jugend stellte er sich die Frage: „Was für ein Mensch wäre wohl aus mir geworden, hätte ich in der Nazi-Zeit gelebt? Hätte ich mitgemacht? Mich gebeugt? Widerstanden? “ Dieser Betrachtung geht er auch in seinem zweiteiligen Roman „ Eine Familie in Deutschland – Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“ und „Am Ende die Hoffnung“ nach. Diese Geschichte spielt in der Zeit von 1933 – 1945 und handelt von einer Familie im Wolfsburger Land und der Erfindung des Volkswagens. Es geht um Unrechtsherrschaft, Verfolgung und Manipulation, sowie, so Prange, um die Verführbarkeit von Menschen (in dunkler Zeit).

Mit seinem neuesten Werk: „Der Traumpalast – Im Bann der Bilder“ beleuchtet er die Dekadenz der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts und die Unfähigkeit der Gesellschaft mit der jungen Demokratie umzugehen, was letztlich auch zum Scheitern der Weimarer Republik geführt hat. Unter diesen geschichtlichen Hintergründen betrachtet er die Schicksale seiner Romanfiguren auf tiefgründige Weise und lässt eine spannende Erzählung entstehen, die Raum schafft, Geschichte verstehen zu lernen und zu reflektieren.

Die Initiative HERZ statt HETZE Neckar-Odenwald-Kreis tritt ein für eine offene Gesellschaft, für Menschlichkeit und Toleranz, für Freiheit und Demokratie. Sie stellt sich gegen Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Die Initiative ist bekannt dafür, sich durch verschiedene Veranstaltungsformen mit brennenden Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen und diese in die Gesellschaft zu tragen, darauf aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Sei es durch Vorträge, Filme, Musik- und Leseveranstaltungen, aber auch durch Demonstrationen, um zu verdeutlichen, wie wichtig das Eintreten für Menschenrechte und die Einhaltung demokratischer Grundrechte ist, die auch in unserer Zeit Gefahr laufen ausgehebelt zu werden.

HERZ statt HEZTE Neckar-Odenwald-Kreis wird in dieser Sache unterstützt durch die fachgerechte und kompetente Hilfe der Inhaber des BücherLadens Walldürn, die behilflich waren beim Engagement des Autoren und jederzeit für die Anliegen der Initiative ein offenes Ohr haben.

Des Weiteren konnte die Stadtbibliothek Walldürn, vertreten durch ihre Leiterin und mit freundlicher Unterstützung des Bürgermeisters, dafür gewonnen werden, sich ebenfalls für die Sache einzusetzen. Es ist eine gute Gelegenheit, die Einwohner und Bürger auf die Möglichkeiten der Nutzung der öffentlichen Bibliothek hinzuweisen. Und gleichzeitig zu vermitteln, wie durch Lesen Bildung angeeignet werden kann. Auch der Tag der Bibliotheken, der für den 24.10. vorgesehen ist, kann so in angemessener Weise begangen werden.

Als Hinweis und in Bezug auf die Thematik des Leseabends sei erlaubt, den Bücherbestand der Bibliothek in Bezug auf unsere Heimatgeschichte und dabei bspw. vorhandene Literatur zu erwähnen, verfasst von Persönlichkeiten der Stadt Walldürn wie Dr. Peter Assion (+) und StD i.R. Walter Gramlich oder Daniel H. Mahr (+).

Peter Prange hat wenige Tage zuvor seine Lesereise gestartet und auf Einladung der Landesregierung Niedersachsen in Hannover die Festrede zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gehalten mit dem Thema: „Was geht mich jüdisches Leben in Deutschland an? Betrachtungen eines Nachgeborenen.“

Der Vorverkauf findet über den BücherLaden in Walldürn statt. Karten zum Vorverkaufspreis von 7 €, ermäßigt für Jugendliche bis 16 Jahren 4 €, Abendkasse 9 €.

Für Kartenreservierungen Telefon 06282/95 509.

Im Rahmen der Veranstaltung sind die 3-G-Regeln einzuhalten.

STRESStest für die Demokratie – von AfD bis Querdenken

Olaf Sundermeyer hielt in Mosbach einen Vortrag mit Diskussion zum Thema „STRESStest für die Demokratie – von AfD bis Querdenken“.

Als Rechtsextremismus-Experte hat sich Olaf Sundermeyer in den vergangenen Jahren einen deutschlandweiten Ruf erarbeitet. Mit seinen Studien und Büchern zu den Themen Extremismus, Kriminalität und Pegida hat er bereits in den verschiedensten Talkshows teilgenommen. Der Journalist und Buchautor ist vor allem für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) aktiv. Außerdem hat er in den vergangenen Jahren auch immer wieder Artikel für verschiedene Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung geschrieben. Immer wieder mahnt Olaf Sundermeyer in seinen Artikeln und bei seinen öffentlichen Auftritten auch die zunehmende Radikalisierung der „Querdenken“-Bewegung an. Für seine tiefgreifenden Recherchen und Artikel hat der gebürtige Dortmunder hat im Jahr 2014 den deutsch-polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis erhalten. Seine Karriere als Journalist und Publizist begann er Mitte der 1990er Jahre mit einem Journalistikstudium in Dortmund. Später studierte er in Havanna Kommunikationswissenschaften und absolvierte ein zweijähriges Volontariat bei der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen.

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung

NSU, Halle, Hanau – rechtsextremer Terror in Deutschland und der Umgang damit

Birgit Mair hielt in Hettingen einen Vortrag mit einer anschließenden Diskussionsrunde zu „NSU, Halle, Hanau – rechtsextremer Terror in Deutschland und der Umgang damit“.

Sie ist Diplom-Sozialwirtin (Univ.) Mitbegründerin des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB e.V.), für das sie seit 2004 zahlreiche Projekte gegen Neonazismus und Rassismus organisierte. Neben dreihundert Zeitzeugengesprächen mit Holocaust-Überlebenden konzipierte sie mehrere Ausstellungen. Von 2009 bis 2012 leitete sie das Projekt „Tacheles! Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus“. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet sie außerdem als Bildungsreferentin für das BayernForum der Friedrich- Ebert-Stiftung sowie seit einigen Jahren auch für die Georg-von-Vollmar- Akademie in Kochel am See sowie die Akademie Frankenwarte in Würzburg. In den Jahren 2012 und 2013 beobachtete sie den bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss und konzipierte die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“. Seit 2015 leitet sie das Projekt „Refugees welcome“ und hält gemeinsam mit Geflüchteten Vorträge an Schulen. Zuletzt fanden ihre Vorträge infolge der Corona-Pandemie vor allem online statt. Innerhalb des Projekts „Die letzten Zeugen“ organisiert sie Online-Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden.

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung

Bericht Fränkische Nachrichten