Dem „Herrenmenschen“ auf der Spur

Filmemacherin stellt sich Diskussion

„Herz statt Hetze“ und Mo Asumang zeigen den Dokumentarfilm „Die Arier“ an Schulen

Quelle: Fränkische Nachrichten – Mit freundlicher Genehmigung
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Digitale Zeitung
Quelle: Fränkische Nachrichten

85. Jahrestag der Bücherverbrennung

2018 jährt sich der Jahrestag der Bücherverbrennung zum 85. mal. Für uns Anlass, mit einem Leseabend an diese makabren Veranstaltungen zu erinnern, mit denen die systematische Verfolgung jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer oppositioneller oder politisch unliebsamer Schriftsteller begann.

„Die Arier“ von und mit Mo Asumang

Wir freuen uns darauf, dass wir bald Mo Asumang in Buchen begrüßen dürfen.

Sie wird Ihren Film „Die Arier“ vom 09. – 13.04.2018 in sieben verschiedenen Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis vor insgesamt 1.000 Schülern, sowie am 10.04.2018 im Kino in Walldürn zeigen und anschließend mit den Schülern/Zuschauern diskutieren und sich den Themen stellen. Es geht dabei nicht nur um den Begriff der „Arier“, sondern auch um Fremden- und Menschenfeindlichkeit und um Ausgrenzung.

Unterstützt durch die Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus

Besuch KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Die Initiative „Herz statt Hetze Neckar-Odenwald-Kreis“ hat zum Jahresabschluss die KZ-Gedenkstätte Neckarelz besucht. Dorothee Roos begleitete die Gruppe durch die Räume und informierte über das Außenlager, die Kommandantur und den Alltag der Zwangsarbeiter. Viele Fragen wurden gestellt, wobei keine unbeantwortet blieb. Alle waren sich einig, dass die Ausstellung gut aufbereitet ist und es sich für jeden lohnt, der dies noch nicht gesehen hat.

Anschließend gingen die Mitglieder der Initiative noch in der Nähe afrikanisch essen und ließen das Jahr Revue passieren. Das erste Jahr von „Herz statt Hetze NOK“ war ereignisreich. Es gab ein Konzert mit der Holocaustüberlebenden Ester Bejarano & der „Microhpone Mafja“, Filmvorführungen mit „Blut muss fließen“ und dem Regisseur Peter Ohlendorf, Stammtischkämpfer-Ausbildung, Vorträge und dem Highlight der Demo in Buchen für eine offene, bunte und tolerante Gesellschaft. Ebenso gab es teilweise einen Ausblick auf das nächste Jahr und es wird nicht weniger turbulent werden.

Jahresabschluss

Der Ton wurde rauher, aber nicht nur in unserem Land. Der Respekt bleibt immer mehr aus, die Ausgrenzungen werden größer, die Toleranz schwindet und die Menschenfeindlichkeit nimmt zu.

Daher entwickelt sich vor etwa einem Jahr die Idee, Gesicht zu zeigen und dagegen etwas zu tun. Es entstand „Herz statt Hetze NOK“. Daraus ergaben sich nicht nur gute private Kontakte, sondern auch einige Veranstaltungen.

Daher ist die Zeit gekommen das Jahr ausklingen zu lassen.

Am Samstag, den 25.11.17 werden wir um 16:00 Uhr die KZ-Gedenkstätte Neckarelz mit einer kleinen Führung besuchen. Wer Lust dazu hat kann gerne dazu kommen (Gelände der Clemens-Brentano-Schule, Mosbacher Straße 3, 74821 Mosbach – Neckarelz).

Anschließend gehen wir in Neckarelz ins „Little Africa“ und lassen es uns bei guten Essen und guten Gesprächen einfach mal gut gehen.

Einfach ein Danke an alle Mitwirkenden.

Bejarano & Microphone Mafia

Vielen Dank für eine gelungene Verantstaltung an alle Mithelfer von Herz statt Hetze NOK, Mergentheim gegen Rechts, an Kutlu Yurtseven, an die Microphone Mafia, aber selbstverständlich auch an Esther Bejarano und vor allem an alle Besucher, die sich haben begeistern lassen.

Bejarano & Microphone Mafia

Die Initiative „Mergentheim Gegen Rechts“ veranstaltet bereits zum 3. Mal ihre „DIVERSITY“-Reihe, die in diesem Jahr aus zwei Teilen besteht.

Am Freitag, den 06. Oktober 2017 lädt die Initiative in Kooperation mit „Herz statt Hetze Neckar-Odenwald-Kreis“ zu einem Konzert der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano & der Rap-Gruppe „Microphone Mafia“ im Jugendzentrum Walldürn „Alter Schlachthof“ ein.

Und am 24. Oktober 2017 findet in Kooperation mit dem Jugendhaus „Marabu“ ein Konzert mit „Neighborhood Watch (Hardcore/Saarland), „Kettenreaktion“ (Punkrock/Dörzbach) und „ESKALATION“ (Ska/Nürnberg) statt.

Das Konzert mit Esther Bejarano & der „Microphone Mafia“ enthält neben zahlreichen Liedern eine Lesung aus ihrem 2013 erschienenen Buch „Erinnerungen – Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts“. Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt, ein ganz großes Glück, ein unheimliches Glück. Dies sagt die 92-jährige Esther Bejarano, deren Eltern & Schwester von den Nationalsozialisten umgebracht wurden. Esther hat die Grausamkeiten des Vernichtungslagers Auschwitz selbst er- und überlebt.
Als Tochter eines Oberkantors verschiedener jüdischer Gemeinden wurde sie im Jahr 1941 im Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde/Spree interniert und am 20. April 1943 mit allen anderen Insassen des Arbeitslagers und über 1000 jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte Auschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem sog. „Mädchenorchester von Auschwitz“. Von Auschwitz nach Ravensbrück verbracht, konnte sie auf einem der folgenden Todesmärsche entfliehen.

Seit über 30 Jahren ist Esther eine Kämpferin gegen das Vergessen: Sie erzählt ihre Geschichte an Schulen und ist Mitbegründerin & Vorsitzende des „Internationalen Auschwitz-Komitees“ sowie Ehrenvorsitzende der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“. Auf der Bühne ist sie seit Jahren gemeinsam mit der Rap-Gruppe „Microphone Mafia“ gegen Diskriminierung & Faschismus aktiv.

Karten können entweder an der Abendkasse für 12 € oder
im Vorkaufverkauf im „Bücherladen Eder-Herold“ für 
10 € erworben werden.

Unterstützt wird die Eröffnungsveranstaltung vom 
DGB Main-Tauber und der KZ-Gedenkstätte Neckarelz.